Informationen zum Konjunkturpaket in Amerika

 

Der American Recovery and Reinvestment Act (ARRA) sieht vor, dass die US-amerikanische Binnenwirtschaft bis zum Frühjahr 2012 auf die stolze Summe von 787 Milliarden USD zurückgreifen kann, um die Folgen der weltweiten Finanzkrise abmildern zu können. Ein Drittel des Betrages entfällt auf Steuererleichterungen (288 Milliarden USD). Etwa 144 Milliarden USD werden den lokalen Gebietskörperschaften und Bundesstaaten zur Verfügung gestellt, um Kürzungen im Ausbildungsbereich und Steuererhöhungen abzuwenden. Etwa 355 USD sind für Ausbildung, Gesundheitswesen, Energie und andere Maßnahmen vorgesehen.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind nach den ersten sieben Monaten seit Unterzeichnung des Papiers durch Präsident Obama positiv. Im zweiten Quartal 2009 hätten die Einkäufe lokaler, einzel- und bundesstaatlicher Verwaltungen das Bruttoinlandsprodukt direkt stimuliert. Vor allem auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und Energieforschung sind bereits zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht worden. Laut einer ersten Zwischenbilanz des Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Washington, D.C. erwarten die Unternehmen für 2010 eine spürbare Konjunkturerhellung. Die Homepage www.recovery.gov bietet schnellen Zugang zu detaillierten Informationen zum Recovery Act, listet die Regionen und Institutionen nach ihrem Anteil an empfangenen Fördermitteln und bietet die Möglichkeit, Verdachtsfälle von Betrug, Verschwendung und Missbrauch im Hinblick auf gewährte Fördermittel zu melden.

Auch deutsche Firmen können sich an Ausschreibungen im Rahmen des amerikanischen Konjunkturpaketes beteiligen. Über die Website www.fbo.gov gelangen Interessierte auf die offiziell von der amerikanischen Bundesregierung eingerichteten Seite für den Recovery Act. Dort werden alle Projektausschreibungen aufgelistet, die von der US-Regierung im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket ausgeschrieben werden und ein Projektvolumen von mehr als 25.000 $ überschreiten. Auf dieser Seite können auch alle Bewerbungen, Nominierungen und Untervertragsmöglichkeiten eingesehen und vorgenommen werden. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, private Dienstleister mit der Suche nach Projekten mit ARRA-Geldern zu beauftragen. Diese Anbieter ermöglichen es, mit weniger Zeitaufwand die jeweils passenden Projekte herauszufinden. In der Regel sind diese Dienstleistungen allerdings kostenpflichtig. Eine Übersicht über die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten haben wir nebenstehend als Download zur Verfügung gestellt.

Der US-Bundesstaat New York beispielsweise bereitet derzeit Ausschreibungen mit ARRA-Mitteln zur Modernisierung der Infrastruktur mit einem Gesamtvolumen von 14,6 Mrd. US$ vor. Laut Aussage des Wirtschaftsberaters des Gouverneurs von New York, Mr. Natapoff, sind Deutsche Unternehmen ausdrücklich zur Teilnahme an diesen Ausschreibungen eingeladen. Die Qualität der Infrastruktur in Deutschland sei in Amerika bestens bekannt. Denjenigen Firmen, die über keine Firmenvertretung vor Ort verfügen, schlägt Natapoff eine Kooperation mit US-amerikanischen Firmen vor Ort vor. Auskünfte hierzu erteilt die Deutsch-Amerikanische Handelskammer (www.gaccny.com/de).