VK Sachsen: Erklärungen und Nachweise für die letzten drei Geschäftsjahre verlangt - Newcomer ungeeignet?‎

Beschluss vom ‎20.1.2017, Az.: 1/SVK/030-16‎

21.12.2017: Öffentlicher Auftraggeber verlangt Referenzen und Umsatzangaben aus den letzten drei Geschäftsjahren. Als Referenzen kommen nach § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV grundsätzlich nur Leistungen in Betracht, die in den letzten ‎höchstens drei Kalenderjahren vor Einleitung des Vergabeverfahrens erbracht wurden. Die Forderung nach einer ‎entsprechenden Liste bedeutet nicht, dass ein Unternehmen schon mindestens drei Jahre existiert haben muss. ‎Vielmehr folgt aus dem Wort "höchstens", dass es dem öAG grundsätzlich untersagt ist, Referenzen zu ‎verlangen, die über diesen Zeitpunkt hinausgehen. mehr...

VK Sachsen: Abgrenzung von Eignungskriterien zu Zuschlagskriterien

Beschluss vom 30.8.2017, 1/SVK/015-17

20.12.2017: Unternehmensbezogenen Erklärungen und Nachweise sind Eignungskriterien und werden auf der zweiten Wer‎tungsstufe geprüft. Zuschlagskriterien beziehen sich auf den Leistungsgegenstand und werden auf der vierten ‎Wertungsstufe geprüft.‎ Ob ein Kriterium Eignungs- oder Zuschlagskriterium ist, bestimmt sich danach, ob es schwerpunktmäßig die ‎Beurteilung der Eignung des Bieters für den ausgeschriebenen Auftrag betrifft, also unternehmensbezogen ist ‎‎(Eignungskriterium), oder sich auf die angebotene Leistung bezieht und daher mit der Ermittlung des ‎wirtschaftlichsten Angebots zusammenhängt (Zuschlagskriterien). mehr...

OLG Celle: Auftragswertberechnung für Leistungen, für die kein Gesamtpreis angegeben werden kann ‎

Beschluss vom ‎29.06.2017, Az.: 13 Verg 1/17‎

22.11.2017: Bei Aufträgen über Liefer- oder Dienstleistungen, für die kein Gesamtpreis angegeben wird, gilt als ‎Berechnungsgrundlage für den geschätzten Auftragswert bei zeitlich begrenzten Aufträgen mit einer Laufzeit von ‎bis zu 48 Monaten der Gesamtwert der Laufzeit dieser Aufträge und bei einer Laufzeit von mehr als 48 Monaten ‎der 48-fache Monatswert. Der Auftraggeber muss ‎anhand objektiver Kriterien eine ernsthafte Prognose über den voraussichtlichen Auftragswert erstellen. Heranzuziehen sind objektive Kriterien, aufgrund der aktuellen Marktlage. Es ist eine sorgfältige betriebswirtschaftliche Finanzplanung ‎von ihm durchzuführen. mehr...

VK Nordbayern: Kündigungsregelung kann unzumutbares Kalkulationsrisiko darstellen!‎

Beschluss vom 31.05.2017, Az.: 21.VK-3194-05/17

21.11.2017: Bieter haben einen Anspruch darauf, ihre Angebote auf einer gesicherten Kalkulationsgrundlage erstellen ‎zu können. Zwar sind aus den Ausschreibungsbedingungen resultierende Preis- bzw. Kalkulationsrisiken ‎grundsätzlich vom Bieter zu tragen. Sie können aber unter dem Gesichtspunkt der Unzumutbarkeit ‎beanstandet werden. Eine ordnungsgemäße Kalkulation ist wegen fest gelegter Kündigungsrechte durch ‎den Auftraggeber unzumutbar, wenn der Kündigungsgrund - wie im zu entscheidenden Fall - außerhalb ‎der Sphäre des Auftragnehmers liegt.‎ mehr...

VK Bund: Angebot verspätet eingegangen – Sicherheitspuffer darf nicht zu knapp gemessen sein

Beschluss vom 15.8.2017, Az.: VK 2-84/17‎

30.10.2017: Bieter können grundsätzlich die Angebotsfrist bis zuletzt ausschöpfen. Geht ein Angebot verspätet ein und war ‎die Frist zur Angebotsabgabe zu knapp kalkuliert, hat der Bieter aber den verspäteten Zugang zu vertreten.‎ Wenn die Zeit knapp wird und spezielle Umstände mehr Zeit als üblich erfordern, kann der Bieter Zeit gewinnen, indem er den Auftraggeber um eine Verlängerung der Angebotsfrist bittet.‎ mehr...

OLG Frankfurt: Unzulässige Änderung an den Vergabeunterlagen – Verwendung Abdichtungssystem nicht explizit genannt

Beschluss vom 30.8.2017, Az.: 11 Verg 10/17‎

30.10.2017: Verlangt die Vergabestelle die Angabe eines geprüften und zugelassenen Abdichtungssystems, riskiert der Bieter ‎einen Ausschluss, wenn er nur allgemeine Angaben zur Umsetzung der Wasserfestigkeit macht.‎ Bieter dürfen sich keinen Wettbewerbsvorteil dadurch verschaffen, dass sie von den Ausschreibungsvorgaben ‎abweichen. Wenn der Bieter etwas anderes anbietet als von der Vergabestelle nachgefragt, liegt eine unzulässige ‎Änderung der Vergabeunterlagen vor.‎ mehr...

OLG Brandenburg: Kein Vertrag, kein Schadensersatzanspruch bei überlanger Bindefrist

Verfügung vom 10.08.2017, Az.: 12 U 173/15; LG Frankfurt/Oder, Urteil v. 20.08.2015, Az.: 31 O 16/15‎

27.10.2017: Das Brandenburgische Oberlandesgericht stellt fest, dass ein Anspruch auf Schadenersatz nach §§ 280 Abs. 1, ‎‎311 Abs. 2 Nr. 1, 242 Abs. 2 BGB nicht bestehe. Ein vertraglicher Schadenersatzanspruch scheide aus, da die ‎grundlose Vorgabe des Klägers einer überlangen Bindefrist von 84 Kalendertagen gegen die Vorschrift des § 10 ‎Abs. 6 VOB/A 2012 verstoße. Nach Ablauf der maximalen Bindefrist von 30 Tagen des § 10 Abs. 6 VOB/A 2012 ‎konnte der Kläger den Zuschlag nicht mehr wirksam erteilen.‎ mehr...

VK Berlin: Erforderlicher Detaillierungsgrad im Vorinformationsschreiben

Beschluss vom ‎03.02.2017, VK B 2-40/16

02.10.2017: Die Vergabekammer sieht keine unzureichende Vorinformation und hält das Schreiben der Vergabestelle ‎für inhaltlich ausreichend, da sämtliche Wertungs- und Unterkriterien genannt und das Wettbewerbsergebnis der Antragstellerin in den jeweiligen Kriterien benannt worden waren. Ein weitergehender Detaillierungsgrad sei nicht erforderlich. Die Bieter haben keinen Anspruch auf Übersendung der bepunkteten Wertungsmatrix.‎ mehr...

VK Lüneburg: Verpflichtender Ausschluss bei null Punkten im Unterkriterium?‎

Beschluss vom 02.05.2017 - VgK-08/2017

29.09.2017: Auch ein Angebot, das in zwei wichtigen Unterkriterien mit null Punkten bewertet wird, muss und darf nicht ‎ausgeschlossen werden, wenn der Auftraggeber für die betroffenen Unterkriterien keine Mindestbewertung ‎festgelegt hat, die Erfüllung des Kriteriums daher nicht als Mindestanforderung ausgestaltet ist.‎ mehr...

VK Bund: Referenzen - Vergleichbarkeit mit Ausschreibungsgegenstand reicht aus

Beschluss vom ‎‎‎30.5.2017, Az.: VK 2-46/17‎

17.08.2017: Eine identische Leistung ist nicht erforderlich, es reicht aus, wenn ein Rückschluss auf ein vergleichbares Maß an ‎Wissen und Erfahrung zur Erfüllung des Auftragsgegenstands herausgelesen werden kann.‎ Je unspezifischer die festgelegten Mindestanforderungen für die Vergleichbarkeit von Referenzen im Hinblick auf ‎den Beschaffungsgegenstand sind, desto offener ist der Wettbewerb auf der Stufe der Eignung eröffnet. mehr...

OLG Karlsruhe: Elektronische Angebote - Verschlüsselung notwendig

Beschluss vom 17.3.2017, Az.: 15 Verg 2/17‎

16.08.2017: Das Verfahren sollte im Wege einer eVergabe, also vollelektronisch von Angebot bis Zuschlagserteilung, ‎erfolgen‎. Die Vertraulichkeit der Angebote ist durch beide Seiten der Beteiligten sicherzustellen. Die dafür notwendige Ver‎schlüsselung muss nicht ausdrücklich vom Auftraggeber vorgegeben werden. Unverschlüsselt eingereichte Angebote sind deshalb zwingend auszuschließen. Auf die Frage des Verschuldens kommt es erst einmal nicht an. mehr...

VK Baden-Württemberg: Rügepflicht, wenn Leitfabrikat nicht den Mindestanforderungen entspricht

Beschluss vom 27.04.2017, Az.: 1 VK 11/17

24.07.2017: Ist für Bieter im Rahmen der Angebotserstellung erkennbar, dass das in der Leistungsbeschreibung benannte ‎Leitfabrikat den gleichermaßen in der Leistungsbeschreibung geforderten technischen Mindestanforderungen ‎nicht entspricht, muss er dies ‎rügen, bevor die Angebotsfrist abläuft.‎ Insbesondere technische Mängel sieht die Rechtsprechung als für den sachkundigen Bieter erkennbar an. mehr...

BGH: Wirksamer Vertrag trotz Verstoßes gegen Vergaberecht

Urteil vom 01.06.2017, Az.: VII ZR 49/16

21.07.2017: Vergaberecht und Vertragsrecht sind getrennte Bereiche. Ist der Zuschlag erst einmal erteilt, spielen Fehler des ‎Vergabeverfahrens grundsätzlich keine Rolle mehr. Das ist aus Sicht der Bieter vor allem dort gefährlich, wo die ‎Vergabestelle ihre Leistung unter Verstoß gegen den Bestimmtheitsgrundsatz beschreibt, die Leistung damit de ‎facto unkalkulierbar wird, der Bieter aber gleichwohl ein Angebot abgibt‎. mehr...

BGH: Anspruch auf Preisprüfung durch Mitbewerber

Beschluss ‎31.1.2017, Az.: X ZB 10/16‎

26.06.2017: Der BGH hat in einem Beschluss Anfang des Jahres über einen Anspruch der Mitbewerber auf Preisprüfung bei ‎ungewöhnlich niedrigen Angebotspreisen entschieden.‎ Der BGH bejahte die Zulässigkeit. ‎Erscheint ein Preis für eine zu erbringende Leistung als ungewöhnlich niedrig, habe jeder Bieter einen Anspruch ‎darauf, dass der Auftraggeber einen Aufklärungsversuch mache.‎ mehr...

VK Bund: Von einer Präqualifikation abgedeckte Erklärungen und Nachweise sind gleichwertig zu beigebrachten ‎Einzelnachweisen zu akzeptieren

Beschluss vom 3.2.2016, Az: VK 1 – 126/15‎

23.06.2017: Aus Gründen der Gleichbehandlung verbietet es sich, unterschiedlich hohe Eignungsanforderungen an die Bieter ‎aufzustellen. Statt einer Präqualifikation muss es auch immer möglich sein, entsprechende Einzelnachweise ‎vorzulegen. Umgekehrt können strengere Anforderungen an die Präqualifikation aber auch nicht verlangt werden. ‎Deckt die Leitlinie der präqualifizierenden Stelle die Anforderungen des Auftraggebers ab, muss dies ausreichen.‎ mehr...

BGH: Angebotswertung nach Schulnoten ist zulässig!‎

Beschluss vom 04.04.2017, Az: X ZB 3/17‎

29.05.2017: BGH setzt Punkt unter „Schulnotenstreit“ – künftig müssen Schulnoten nicht mehr mit konkreten Angaben zur ‎Punktezuteilung versehen werden.‎ Dem Auftraggeber steht insoweit ein weiter Beurteilungs- und Handlungsspielraum zu, der unter fiskalisch und ‎wirtschaftlich vernünftigen Erwägungen zu gebrauchen ist und eben nicht allzu einseitig am Preis ausgerichtet sein ‎soll. ‎ mehr...

VG Schleswig-Holstein‎: Fördermittel müssen zurückgezahlt werden, wenn keine öffentliche Ausschreibung durchgeführt wurde!‎

Urteil vom 06.04.2017, Az: 12 A 136/16‎

26.05.2017: Auch wenn objektiv wirtschaftlich und sparsam beschafft wurde: Mitterückforderung bei Wahl der falschen Verga-‎beart ist rechtens!‎ Der Auftrag für die Beschaffung des Feuerwehrfahrzeugs hätte zwingend im Wege der öffentlichen Ausschreibung ‎vergeben werden müssen, um einen möglichst breiten und transparenten Wettbewerb zu garantieren.‎ Eine beschränkte Ausschreibung könne nur dann stattfinden, wenn die Leistung auch nur von einem beschränkten ‎Kreis von Unternehmen in geeigneter Weise ausgeführt werden kann‎. mehr...

VK Nordbayern: Eignung - Vergabestelle trifft eigene Prognoseentscheidung

Beschluss v. 20.7.2016, Az: 21.VK-3194-12/16

24.04.2017: Im Rahmen der Eignung hat die Vergabestelle eine Prognoseentscheidung darüber zu treffen, ob der Bieter voraussichtlich zuverlässig und vertragsgerecht leisten wird. Sie ist grundsätzlich frei in der Entscheidung darüber, wie diese Eignungsbeurteilung erfolgt. Die Ausübung dieses Ermessens ist nur in eingeschränktem Umfang überprüfbar. mehr...

VK Bund - Vorsicht bei Angebotsausschluss wegen formaler Mängel – AG muss aufklären

Beschluss v. 17.2.2017, Az: VK 2-14/1

24.04.2017: Die Intention der VOB/A ist es auch, Angebotsausschlüsse lediglich aus formalen Gründen nach Möglichkeit zu ‎vermeiden, um den Ablauf eines Vergabeverfahrens nicht unverhältnismäßig in Gefahr zu bringen. Die Gelegen-‎heit zur Aufklärung über den Inhalt eines Angebots ist eine einfache Möglichkeit, Widersprüchlichkeiten nachvoll-‎ziehbar auszuräumen und somit einen Angebotsausschluss zu vermeiden.‎ mehr...

VK Sachsen-Anhalt: Aufhebung wegen Überschreitung der Kostenschätzung

Beschluss vom 19.01.2017, 3 VK LSA 54/16‎

24.03.2017: Rechtsprechung erhöht Hürden für sanktionslose Abstandnahme vom Verfahren. Nach Auffassung der Vergabekammer kann ein Auftraggeber die Aufhebung eines Vergabeverfahrens nicht allein ‎darauf stützen, dass der angebotene Preis die Kostenschätzung übersteigt und die Finanzierung wegen des ‎unverhältnismäßig hohen Angebotspreises nicht gesichert ist.‎ mehr...

VK Südbayern: Transparenzpflichten bei eVergabe

Beschluss vom 17. Oktober 2016, Z3-3-3194-1-36-09/16‎

23.03.2017: Die Vergabekammer entscheidet, dass bei elektronischer Durchführung eines Vergabeverfahrens auf einer ‎Vergabeplattform registrierte Bieter über Änderungen an den Vergabeunterlagen zumindest dann gesondert ‎zu informieren sind, wenn die konkrete Gefahr besteht, dass sie Änderungen, die lediglich auf die Plattform ‎eingestellt werden, nicht zur Kenntnis nehmen, weil sie beispielsweise bereits ihren Teilnahmeantrag oder ihr ‎Angebot hochgeladen haben. mehr...

OLG Celle: Ausschluss eines Bieters wegen Schlechtleistung in vorangegangenem Verfahren

Beschluss vom ‎9.1.2017, Az.: 13 Verg 9/16

22.02.2017: Nach dem seit dem April 2016 geltenden § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB können öffentliche Auftraggeber unter ‎Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit ein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens ‎von der Teilnahme ausschließen, wenn eine wesentliche Anforderung bei der Ausführung eines früheren Auftrags ‎erheblich oder fortdauernd mangelhaft erfüllt wurde.‎ mehr...

VK Thüringen: Verdacht auf Unterkostenangebot: Pauschale Aufforderung zur Aufklärung genügt nicht

Beschluss vom ‎8.11.2016, Az.: 250-4002-7852/2016-N-012-KYF

22.02.2017: Liegt ein objektiv ungewöhnlich niedriges Angebot vor, muss dem Bieter durch gezielte positions-/titelbezogene ‎Anfragen Gelegenheit zur Aufklärung gegeben werden.‎ Die pauschale Aufforderung, sich zu der Ermittlung des Angebots zu erklären, genügt nicht der Aufklärungsverpflichtung. mehr...

OLG Köln: Auftragswertschätzung - einheitlicher Auftrag trotz verschiedener Bauabschnitte

Beschluss vom ‎‎24. Oktober 2016, Az.: 11 W 54/16‎

23.01.2017: Nach der Gesetzesbegründung des § 3 Abs. 1 VgV (neue Fassung) sei eine – rechnerische - Aufteilung der ‎Leistung nicht gerechtfertigt, wenn die Leistung, die aufgeteilt wird, im Hinblick auf ihre technische und ‎wirtschaftliche Funktion einen einheitlichen Charakter aufweist. Im Rahmen einer funktionellen Betrachtungsweise ‎sind sämtliche Leistungen auf das Bestehen organisatorischer, inhaltlicher, wirtschaftlicher sowie technischer ‎Zusammenhänge zu prüfen. mehr...

EuGH: Nicht jedes öffentliche beherrschte Unternehmen ist Inhouse-fähig

EuGH Urteil vom 8. Dezember 2016, Rs. C-553/15‎

20.01.2017: Gebietskörperschaften, die nicht selbst an einem öffentlich beherrschten ‎Unternehmen beteiligt sind, müssen als Dritte im Sinne der "Inhouse"-‎Rechtsprechung eingestuft werden. Denn in dieser Konstellation besteht insoweit ‎keinerlei Kontrollverhältnis zwischen den Gebietskörperschaften und dem ‎Unternehmen. Die spezifische interne Verbindung zwischen Auftraggeber und ‎Auftragnehmer fehlt.‎ mehr...

Vergabekammer Bund: Produktspezifisch? Wie bisher möglich.‎

Beschluss vom 9.9.2015, Az.: VK 1-82/15

19.12.2016: Die Vergabekammer des Bundes bekräftigt den Grundsatz, dass eine Markterforschung für eine andere Lösung ‎grundsätzlich nicht erforderlich und eine produktspezifische Ausschreibung unter den bisherigen Tatbestandsmerkmalen zulässig ist.‎ mehr...

Vergabekammer Sachsen Anhalt: Ausschluss wegen erfahrungsgemäßer Schlechtleistung (auch im Unterschwellenbereich ‎möglich)‎

Beschluss vom 28.7.2016, Az.: 3 VK LSA 20/16 ‎

20.12.2016: Ausschlaggebend für die Beurteilung der Zuverlässigkeit ist das Überwiegen der negativen Erfahrungen im Rahmen einer Gesamtabwägung, die ausführlich dokumentiert werden muss. Zudem muss die negative Prognose ‎festhalten, dass aufgrund der Schlechtleistung in der Vergangenheit auch für den zu vergebenden Auftrag schwere Zweifel an der Zuverlässigkeit des Bieters bestehen.‎ mehr...

VK Sachsen-Anhalt: Ausschluss wegen vorlaufender Schlechtleistung

Beschluss vom 26.10.2016 - 3 VK LSA 33/16‎

22.11.2016: Grundsätzlich könne sich die Vergabestelle bei der Eignungsprüfung im Rahmen der Prognoseentscheidung, ob ‎vom Bieter eine einwandfreie und vertragsgemäße Auftragsdurchführung zu erwarten ist, auch auf negative ‎Erfahrungen bei einer vorangegangenen Maßnahme berufen. ‎ mehr...

OLG Celle: Aufhebung wegen Überschreitung der Kostenschätzung

Beschluss vom 10.03.2016 - 13 Verg 5/15‎

21.11.2016: Mangelnde Finanzierungsmittel können grundsätzlich einen „schwer wiegenden Grund“ zur Aufhebung des ‎Verfahrens darstellen. Dies setze aber eine sorgfältige Auftragswertschätzung sowie den begründeten ‎Vortrag der Vergabestelle voraus, dass die Finanzierung auch des günstigsten wertungsfähigen Angebots scheitere oder zumindest wesentlich erschwert werde. mehr...

VK Thüringen: Wertung von Nebenangeboten bei reinem Preiswettbewerb

Beschluss vom 07.04.2016 - 250-4002-2784/2016-N-002-SON

24.10.2016: Auch bei reinem Preiswettbewerb komme eine Wertung zugelassener Nebenangebote in Betracht, solange ‎nur die Gleichwertigkeit geprüft und festgestellt werden könne. Nach der neuen Rechtslage im ‎Oberschwellenbereich sind Nebenangebote auch bei reinem Preiswettbewerb ausdrücklich zulässig. Die ‎VK Thüringen führt nun einen Gleichlauf zwischen Ober- und Unterschwelle herbei.‎ mehr...

partner Industrie- und Handelskammern in Bayern Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

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