DVA beschließt Änderung der VOB/A


07.12.2018: Der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA) hat am 13.11.2018 Änderungen am 1. Abschnitt der VOB/A für den Bereich der Unterschwellenvergaben beschlossen. Eine Überarbeitung des 2. und 3. Abschnitts (VOB/A-EU und VOB/A-VS) wird folgen. Eine neue Gesamtausgabe der VOB ist für Mitte 2019 geplant. Der DVA erarbeitet und schreibt die VOB fort und besteht vorrangig aus Vertretern öffentlicher Auftraggeber, kommunaler Spitzenverbände sowie Organisationen der Wirtschaft und Technik. Die Neuregelungen des 1. Abschnitts der VOB/A sollen voraussichtlich ab Anfang 2019 gelten. Eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger steht noch aus.

 

Die Änderungen in Abschnitt 1 betreffen laut Angabe des forum vergabe e.V. insbesondere:

  • die Gleichstellung der Öffentlichen Ausschreibung und der Beschränkten Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb,
  • eine Erleichterung beim Nachweis der Eignung, so sollen Nachweise im Teilnahmewettbewerb nur von den in Frage kommenden Bietern verlangt werden,
  • Einführung eines Direktauftrages bei einem Auftragswert von bis zu 3.000 €,
  • Verzicht auf Nachweise, wenn die den Zuschlag erteilende Stelle bereits in deren Besitz ist,
  • Zulassung mehrerer Hauptangebote,
  • Neufassung der Nachforderungsregeln,
  • Einführung einer abschließenden Liste mit den vorzulegenden Unterlagen,
  • Klarstellung der Zuschlagsentscheidung.

Darüber hinaus darf wohl mit einer Erhöhung der Wertgrenzen gerechnet werden. Der Bund plant, die neue VOB/A Abschnitt 1 zum 1.1.2019 einzuführen.

 

Quelle: forum vergabe e.V.

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