Forschungsprojekt an der Universität Würzburg zur Nachhaltigkeit bei Beschaffungen ‎


21.02.0017: Wissenschaftler am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre der Universität Würzburg haben ein neues Forschungsprojekt aufgelegt, das vereinfacht ausgedrückt dazu dienen soll, die Anbieter nachhaltiger, biobasierter Produkte (hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen) und die Einkäufer der öffentlichen Hand miteinander in Kontakt bringen. Über diesen Informationsaustausch soll die Bekanntheit von biobasierten Produkten verbessert und deren Akzeptanz bei den öffentlichen Auftraggebern erhöht werden. Auch die Vermittlung von Kenntnissen, wie man eine entsprechende Ausschreibung für solche Produkte vergaberechtskonform erstellt, ist Bestandteil des Projekts.
Hinsichtlich des Projektablaufes ist vorgesehen, dass das Projektteam in einem ersten Schritt bundesweit öffentliche Auftraggeber dazu befragt, welche Rolle aktuell biobasierte Produkte bei ihnen spielen, warum diese Rolle möglicherweise gering ist, und wie sich dies in der Zukunft entwickeln könnte. Bei den Anbietern biobasierter Produkte wird u.a. erfragt, welche Rolle Aufträge der öffentlichen Hand für sie spielen, ob sie sich an Ausschreibungen beteiligen oder was sie gegebenenfalls davon abhält. Die Ergebnisse der Befragung sollen im Internet veröffentlicht werden und als Grundlage für die langfristige Etablierung biobasierter Produkte dienen. In einem zweiten Schritt soll mittels einer Social-Media-Plattform der Informationsaustausch für Einkäufer der öffentlichen Hand und Anbieterunternehmen intensiviert werden. Bei der Plattform handelt es sich um das Verwaltungs- und Beschaffernetzwerk – eine Ausgründung des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre. Über dieses Netzwerk tauschen sich bereits Mitarbeiter der öffentlichen Hand in über 100 Themengruppen zu für sie relevante Fachfragen u.a. zu Beschaffungsentscheidungen aus. Über die Plattform sollen dann im Rahmen des Projekts die für die Ausschreibung der Beschaffungen relevante Vorgehensweise aufgezeigt und auch die potentiellen Vorteile biobasierter gegenüber konventionellen Produkten durch Best-Practice-Beispiele dargestellt werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit knapp einer halben Million Euro finanziert. Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Ihr persönlicher Kontakt Steffen Müller
Telefon: 089/5116-3172
E-mail schreiben