Bayern: Behörden sparen durch Energiespar-Contracting


13.03.2014: Ob Kliniken, Verwaltungen, Museen oder Justizgebäude, nahezu alle öffentliche Institutionen sehen sich vor dem Hintergrund steigender Energiepreise dazu genötigt, ihre Gebäudetechnik unter Energieeffizienz-Gesichtspunkten zu überprüfen. Die Bauverwaltungen suchen nach Mitteln, neue Energiespartechniken und -konzepte kostengünstig zu beschaffen und umzusetzen. Das Energiespar-Contracting des Bayerischen Ministeriums des Innern, für Bau und Verkehr (BStMi) ist eines dieser neuen Mittel. Im Jahr 2011 wurde mit der Contracting-Initiative Bayern die Basis für Energieeinsparungs- und –lieferungsmodelle gelegt und damit die energetische Gebäudesanierung mit dem Contracting einem systematischen Verfahren zugeführt.

Methode

Zu Beginn des Verfahrens offerieren Unternehmen im Bieter-Wettbewerb ihre Energiesparlösungen für die jeweiligen betriebstechnischen Anlagen. Nach Zuschlag wird dem Auftragnehmer die Verantwortung für Finanzierung und Umsetzung des Projekts übertragen.
Im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) regeln Verträge mit bis zu 12-jähriger Laufzeit eine auftragsbezogene Sanierung der Gebäudetechnik – bezahlt aus den durch die Sanierung eingesparten Geldern.

Best Practice
Als Erfolgsbeispiel für das Energiespar-Contracting führt das BStMi die Pinakothek der Moderne an. Das das dort von der Bayerischen Staatsbauverwaltung inzwischen umgesetzte Energiesparmodell erhielt beim bundesweiten Wettbewerb „Energieeffizienz in öffentlichen Einrichtungen – Gute Beispiele 2013“ eine der vier Auszeichnungen. Zur weiteren Verbesserung des Contracting-Modells hat das BStMi eine ständige Arbeitsgruppe eingerichtet, die ihrerseits in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur einen Leitfaden zum Energiespar-Contracting herausgegeben hat.
 
Sie finden den Leitfaden unter: www.cib.bayern.de.
 

 

Ihr persönlicher Kontakt Anna Schlange-Schöningen
Telefon: 089/5116-3177
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