EU verhandelt besseren Zugang zum öffentlichen Beschaffungswesen in Chile


26.03.2018: Die Europäische Union und Chile haben Ende Januar 2018 die zweite Runde der Verhandlungen zur Modernisierung des Assoziierungsabkommens abgeschlossen. Die EU verhandelt dabei eine grundsätzlich vollständige Liberalisierung der Zölle. Für als sensibel eingestufte Produkte strebt sie einen speziellen Marktzugang an. Nichttarifäre und technische Handelshemmnisse sollen abgebaut werden. Zur Erleichterung des Handels ist im Abkommen die Gewährleistung wirksamer Kontrollen und Betrugsbekämpfungsmaßnahmen, die Modernisierung und Vereinfachung von Regeln und Verfahren, standardisierte Dokumentation sowie mehr Rechtssicherheit und Zusammenarbeit zwischen den Zollbehörden vorgesehen. Die Handelserleichterung beinhaltet die effektive Umsetzung und Anwendung internationaler Regeln und Standards einschließlich der Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO) und dem überarbeiteten Übereinkommen von Kyoto. Auch ein verbesserter gegenseitiger Zugang zum öffentlichen Auftragswesen wird über das Abkommen angestrebt. Bei der Beschaffung von Waren, Dienst- und Bauleistungen sollen die derzeitigen Regeln an das revidierte WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen von 2012 (GPA) angeglichen werden. Die zu verhandelnden Regelungen sollen zur Vereinfachung der Verfahren, der Verwendung elektronischer Mittel und der Vermeidung von lokalen Inhalten bei Produktionsanforderungen führen. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist ein besserer Zugang zu Informationen über Handels - und Investitionsmöglichkeiten sowie Regeln, Vorschriften und Verfahren, einschließlich der öffentlichen Beschaffung beabsichtigt. In die Verhandlungen sind alle Verwaltungsebenen (nationale, regionale und lokale Behörden) sowie staatseigene Unternehmen und Firmen mit besonderen oder ausschließlichen Rechten einbezogen. Weitere Informationen zu den Verhandlungen finden Sie hier.
 

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