Grand Paris Express will deutsche Unternehmen für Ausschreibungen gewinnen


29.05.2018: Im Rahmen des Großprojekts "Grand Paris Express" zum Metroausbau im Großraum von Paris sollen bis 2030 rund 200 Kilometer neue Metrostrecken mit 68 Stationen gebaut werden. Die Regierung hat hierfür einen neuen Zeitplan aufgelegt. Mit ihm beginnt die zweite Welle an Ausschreibungen. Die Projektgesellschaft wünscht sich eine stärkere Beteiligung ausländischer Firmen, um günstigere Angebotspreise zu erzielen. Das Metro-Großprojekt war aufgrund von Kostenüberschreitungen zuletzt verstärkt in die Kritik geraten. Nachdem der französische Rechnungshof Ende 2017 die Kostenexplosion angeprangert hatte, änderte die Regierung im Februar 2018 den Zeitplan über das Jahr 2030 hinaus und forderte Einsparungen. Dies ist auch der Grund dafür, dass eine größere ausländische Beteiligung angestrebt wird. So könnten bei den Bieterwettbewerben günstigere Preise erzielt werden. Auch bringt das riesige Bauvolumen die französische Bauindustrie an den Rand ihrer Kapazitäten. Das Engagement von deutschen Firmen ist bisher gering. Die zweite Ausschreibungsrunde bietet hier neue Chancen. Gleichwohl bestehen erhebliche Hindernisse für deutsche Unternehmen. Beispielsweise das bei der Ausschreibung zur Anwendung kommende Innovationsverfahren (Processus d'innovation). Unternehmen müssen detailliert ihre Kompetenzen darstellen, was sich oft als Manko bei den Angeboten herausstellt. Notwendig sei eine Zusammenarbeit mit lokalen Bauunternehmen und lokalen Ingenieursbüros. Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Germany Trade and Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH.
 

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