Neue EU-Bioökonomie-Strategie verabschiedet

08.12.2018: Zur Beschleunigung des Wandels zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Bioökonomie in Europa hat die EU-Kommission einen ambitionierten Aktionsplan vorgelegt, der für das nächste Jahr 14 Maßnahmen vorsieht. Die Kommission ist der Überzeugung, dass angesichts der vorhandenen, endlichen biologischen Ressourcen und Ökosysteme neue Wege bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Waren und Energie beschritten werden müssen. Die Bioökonomie stellt bereits jetzt mit einem Jahresumsatz von rund 2 Billionen Euro und ca. 18 Millionen Beschäftigten einen der größten und wichtigsten Sektoren der europäischen Wirtschaft dar, der neben der Industrie, den Energie-, Baubereich, die Land- und Forstwirtschaft, die Fischerei und die Ernährungswirtschaft erfasst. Die neue Bioökonomie-Strategie soll die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen verbessern und erweitern und helfen, neue Lösungen zu entwickeln, mittels derer die globalen Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können.


Umsetzen lässt sich dies aus Sicht der Kommission nur, wenn öffentliche Stellen und die Industrie gemeinsame Anstrengungen unternehmen. Sie sieht hierbei ein erhebliches Potenzial für die Schaffung neuer grüner Arbeitsplätze. Die für 2019 geplanten konkreten Maßnahmen verfolgen die drei Hauptziele und zwar die Ausweitung und Stärkung der biobasierten Sektoren, die schnelle europaweite Einführung der Bioökonomie und den Schutz des Ökosystems und Erforschung der ökologischen Grenzen der Bioökonomie.

 

Im Einzelnen will die Kommission u.a. eine mit 100 Mio. Euro ausgestattete thematische Investitionsplattform für die kreislauforientierte Bioökonomie einrichten. Über diese sollen biobasierte Innovationen besser vermarktet und die Risiken privater Investitionen in nachhaltige Lösungen verringert werden. Ausarbeitung einer Strategie für nachhaltige Ernährungs- und Bewirtschaftungssysteme sowie für forstwirtschaftliche und biobasierte Produkte. Im Rahmen von Horizont 2020 soll eine EU-Fazilität zur Unterstützung der Bioökonomie für die EU-Staaten eingerichtet werden umso nationale und regionale Bioökonomie-Fahrpläne zu erstellen. Einführung eines unionsweiten Monitoringsystems zur Verfolgung von Fortschritten auf dem Weg zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Bioökonomie. Die Erweiterung der Wissensbasis über bestimmte Bereiche der Bioökonomie und die nähere Erforschung durch Datenerhebung und leichtere Zugänglichkeit zu den Daten in einem Wissenszentrum für Bioökonomie. Weitere Informationen finden Sie unter: https://ec.europa.eu/germany/news/20181011-ressourcen_de

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