Öffnung des vietnamesischen Marktes für EU-Dienstleister ‎


20.12.2018: Die EU-Kommission hat am 17.10.2018 das zwischen der EU und Vietnam ausgehandelte Handels- und Investitionsabkommen angenommen. Damit ist der Weg für die Unterzeichnung und die folgende Ratifizierung frei. Das Abkommen ist beispielhaft für die EU-Handelspolitik. Es fördert im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander eine regel- und wertebasierte Handelspolitik mit dem Bekenntnis zu nachhaltiger Entwicklung und zur Achtung der Menschenrechte. Neben der weitgehenden Abschaffung von Zöllen enthält das Abkommen weitere Regelungen zum Abbau von Handelshemmnissen in den unterschiedlichsten Bereichen, so auch im öffentlichen Auftragswesen.

So soll der gegenseitige Marktzugang zu den Märkten für öffentliche Beschaffungen stärker geöffnet werden. Europäische Unternehmen erhalten einen besseren Zugang zu den bisher eher verschlossen Beschaffungsmärkten Vietnams u.a. im Unternehmensdienstleistungssektor wie, Umweltdienstleistungen, Post- und Kurierdienste, sowie Dienstleistungen in den Bereichen Banken, Versicherungen und Seeverkehr. Auch um öffentliche Aufträge vietnamesischer Ministerien und Staatsunternehmen können sich EU-Unternehmen zukünftig bewerben. Das Abkommen steht im Einklang mit den Regeln des Government Procurement Agreement der WTO (GPA), sodass damit ein Maß an Transparenz und Fairness der Vergaberegeln erreicht wird, das mit anderen Handelsabkommen der EU mit Industrienationen vergleichbar ist. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da Vietnam ist bisher noch nicht Mitglied des GPA ist und lediglich über einen Beobachterstatus im Rahmen des GPA verfügt. Weitere Informationen zu Abkommen finden Sie unter: www.tinyurl.com/ya25m34d

Ihr persönlicher Kontakt Steffen Müller
Telefon: 089/5116-3172
E-mail schreiben