EU-Kommission veröffentlicht Studie zur Korruption im öffentlichen Auftrags‎wesen


15.11.2013: Die Europäische Kommission hatte eine Studie zur „Identifizierung und Eindämmung der Korruption im öffentlichen Auftragswesen in der EU“ in Auftrag gegeben.
Die von den Firmen PwC EU Services und Ecorys mit Unterstützung der Universität Utrecht durchgeführte ‎Studie hat mit einer neu entwickelten Methodologie die durch Korruption entstehenden Mehrkosten kalkuliert. Danach führt die durch Korruption verursachte Ineffektivität und Ineffizient teils zu enormen finanziellen Verlusten für die öffentliche ‎Hand. ‎Die Daten von acht Mitgliedstaaten flossen in die Bewertung ein. In den fünf von der Studie ‎dabei untersuchten Wirtschaftssektoren (Straßen- und Eisenbahnverkehr, Wasser & Abfall, Bau von Versorgungsleitungen, Fort- und Weiterbildung sowie Forschung & Entwicklung/High-tech/Medizinische Produkte) betrug der durch Korruption entstandene ‎Vermögensschaden zwischen 1,4 und 2,2 Mrd. Euro.
Anhand von Fallbeispielen werden typische Korruptionsfälle plastisch dargestellt. Neben der Ermittlung der ‎Schadensbezifferung formuliert die Studie aber auch Empfehlungen zur Korruptionsbekämpfung. ‎Maßnahmen werden in der Herstellung von mehr Transparenz im Beschaffungswesen, ‎verstärkten Selbstkontrolle durch Audits und Reporting, aber auch einer verstärkten ‎transnationalen Koordinierung der Strafverfolgungsbehörden gesehen.

Sie finden die Studie ‎unter www.ec.europa.eu/anti_fraud/documents/anti-fraud-policy/research-and-studies/pwc_olaf_study_de.pdf.

 

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